180-Tonnen-Autoteleskopkran auf Baustelle des Schulzentrums
im Einsatz.
Dieser Tage konnte man einen relativ spektakulären
Kraneinsatz an der Baustelle des neuen Schulkompleyes "Op Acker"
in Niederkerschen beobachten. Es handelte sich um eine sehr delikate
Angelegenheit, die so manche der anwesenden Verantwortlichen schon einige
Tage vorher ins Schwitzen brachte.
Es galt, im Auftrag der Firma Mabilux SA eine imposante
Stahlkonstruktion, die 48 Meter lang und 37 Tonnen schwer ist und aus
drei Trägern besteht, anhand von vier 15 Meter langen Seilen anzuheben,
eine Distanz von 51 Meter zu tagen und sie anschließend aufzurichten.
Die Arbeit wurde der Firma ATS-Cranes aus Frisingen
anvertraut. Das Unternehmen verfügt über insgesamt 14 Teleskop-
und Gittermastautokräne. In Niederkerschen musste auf den imposanten
AC 500/2 Teleskopkran zurückgegriffen werden. Dabei handelt es
sich um den größten in Luxemburg zugelassenen Autokran. Im
Fahrzustand ist der Kran 19,30 Meter lang und drei Meter breit. Er wiegt
96 Tonnen, die von acht Achsen getragen werden. Die Abstützbreite
liegt bei 9,6 mal 9,6 Meter, die Hauptauslegerlänge bei 56 Metern.
Damit diese spezifische Arbeit verrichtet werden konnte, waren 180 Tonnen
Zusatzballast angebracht worden. Um eine erhöhte Tragfähigkeit
zu ermöglichen, war ein Kran mit einer seitlichen Teleskopabspannung
ausgerüstet worden.
Die Konstruktion in Form von zwei 24 Meter langen Teilen war die Nacht
zuvor mit Spezialtransporten aus dem benachbarten Frankreich nach Niederkerschen
angeliefert worden, um anschließend an der Baustelle zusammengeschweißt
zu werden. Unvorhergesehene Probleme beim Einbiegen am Kreisverkehr
André Siebenbour in die neu gestaltete Luxemburger Straße
in Niederkerschen machten es unmöglich, die vorgeschriebene Route
einzuhalten. Es musste im letzten Augenblick alles umgeplant werden.
Eine neue Route wurde ausgearbeitet. Nur so war es dank der spontanen
Bereitschaft der Verkehrspolizei, des Transportministeriums und der
nationalen Eisenbahngesellschaft, dass es zu keinen nennenswerten Verzögerungen
kam. Dies erlaubte der Firma ATS-Cranes SA am kommenden Tag termingerecht
auf einer weiteren eingeplanten Baustelle bei den BASF-Werken in Ludwigshafen
einzusetzen.